Herr, ich habe Angst, ja zu sagen.
Wohin wirst du mich führen?
Ich habe Angst, den längeren Strohhalm zu ziehen.
Ich habe Angst, eine Blankounterschrift zu geben.
Ich habe Angst vor dem Ja, das andere Ja´s nach sich
zieht.
Herr, du verfolgst mich,
du umzingelst mich von allen Seiten.
Ich suche den Lärm, denn ich fürchte sonst, dich zu
hören.
Aber du schleichst dich in einem stillen Augenblick ein.
Ich flüchte mich abseits vom Wege, denn ich habe dich bemerkt.
Aber am Ende des Seitenpfades wartest du bereits auf
mich, wenn ich ankomme.
Wo soll ich mich verbergen?
Überall begegne ich dir;
es ist unmöglich, dir zu entgehen.
Aber ich habe Angst, ja zu sagen, Herr.
Ich habe Angst, dir die Hand zu geben.
Ich habe Angst, deinem Blick zu begegnen.
Ich habe Angst, deine Forderung nicht erfüllen zu können.
Ich bin doch nicht stark genug.
Ich bin doch nur ich.
Du, Herr, hast alles geschaffen.
Auch die Wüste rings um mich her.
Ich habe Hunger.
Ich habe Durst.
Die ganze Welt könnte mich nicht satt machen.
Herr, ich habe dich geliebt;
für dich habe ich gearbeitet;
für dich mich hingegeben.
O großer Gott, was willst du denn noch?
Herr, ich habe Angst, vor einem Leben in deiner
Nachfolge.
Aber wer kann dir schon widerstehen?
Damit dein Reich komme – und nicht das meine.
Damit dein Wille geschehe – und nicht der meine.
Hilf mir, Ja zu sagen! (nach
Michel Quoist)
