Da gibt es Tage, an denen dir das Grinsen nicht aus dem Gesicht geht - du fühlst dich stark und groß und schön und unbesiegbar und unendlich geliebt und getragen.
Und dann gibt es Tage... Tage, die schwer sein lassen, ein wenig kraftlos machen, deren Momente und Begegnungen noch eine Weile nachgehen.
Mein Tag war heute gut gefüllt.
Das Beste: die Schneeballschlacht auf Hof und Garten :) Ich glaube der Jüngste von uns hat verloren - zumindest war er am Ende der Nasseste.
Gut, dass der Schnee, der gestern gefallen ist, sich auf jeden Fall bis heute gehalten hat.
Es macht gleich viel mehr Spaß durch die Stadt zu laufen :)
Das Intensivste: der Hausbesuch, der für mich heute Abend auf dem Programm stand.
Angemeldet und verabredet - auch das Thema war klar: es sollte um die Sakramentenvorbereitung gehen. Am Ende war es viel mehr. Es war ein offenes Reden über Zukunft, in einer scheinbar sterbenden "Filialgemeinde". Es war "Ringen" nach dem, was uns von anderen "Vereinen" unterscheidet und was es heißt, das Evangelium weiterzugeben. Und es war ein Spüren von Hilflosigkeit und Allein gelassen sein.
Vielleicht kommt genau dies in unserer schnelllebigen Welt immer mehr viel zu kurz: dem Anderen zeigen: Du bist mir wichtig! Sich zu IHM hin aufmachen und nicht warten, bis er an meine Tür klopft. Und sich Zeit zu nehmen zum Hören und Verstehen.
Am Ende bin ich wieder bei dem, was mir seit Oktober schon durch mein Herz spukt:
Wenn wir nicht wieder anfangen, uns als eine Familie zu sehen, in der jeder seinen Platz und seine Aufgabe hat und uns und allen Anderen mit Liebe im Herzen begegnen, dann... Ja, dann...
Ich weiß es nicht, was dann ist - ich glaube aber, dass dann Kirche, Pfarrei, Gemeinde wenig Zukunft hat...
Mir scheint, für mich war es heute einer der Tage, die mir noch eine Weile nachgehen...