Mittwoch, 4. Januar 2017

dauerbrenner

 Manchmal zünden wir eine Kerze an.
Meistens, wenn wir zu Tisch sitzen - aber zur Zeit brennt diese Kerze den ganzen Tag.
In der Familie von Martin war oder ist es üblich, eine Kerze zu entzünden, wenn jemand etwas Schweres oder Großes vor sich hatte: eine Prüfung, eine Reise, einen Arztbesuch und eine daraus resultierende Behandlung, einen Abschied...

Das neue Jahr hat noch nicht viele Tage, aber in unserer "Familie" wissen wir schon von Einigen, denen "Großes" bevorsteht - sei es eine lange Reise mit dem Auto, ein langer Weg gegen Krankheit oder eine schwere Zeit einen lieben Menschen loszulassen...
Für euch - und auch für jene, von denen wir es nicht wissen - brennt sie.

Sie brennt zum einen als Zeichen, dass wir an euch denken - aber auch - und vor allem, dass wir für euch beten. Füreinander beten - klingt vielleicht erst einmal nach wenig - oder nach "ich tu mal so als ob"...aber es ist so viel mehr!   Teresa von Avila hat einmal gesagt:
"Man muss Gott beim Herzen zu packen verstehen. Das ist seine schwache Seite."
Wenn wir füreinander beten - so glaube ich - legen wir uns gegenseitig in Gottes Herz und können darauf vertrauen, dass ER für uns da ist:
dass wir NICHT allein sind,
dass es jemanden gibt, der uns auch durch Einsamkeit und Angst begleitet,
dass ER uns Menschen an die Seite stellt, die helfen und da sind, wenn sie gebraucht werden...

Unsere Kerze brennt...