Heute ist mal wieder der 9.11. - ein ganz besonderes Datum...
Viele Ereignisse sind mit diesem Tag verbunden...
Die Reichsprogromnacht, die Deutschland zu einem besonders finsteren Ort für Andersdenkende und Andersgläubige werden ließ.
1989 dann der Mauerfall - Deutschland war plötzlich wieder vereint und frei.
In der katholischen Kirche wird am 9.11. der Weihe der ersten Basilika in Rom gedacht - sozusagen der Geburtstag der ersten Kirche.
Für mich privat ist es der Geburtstag eines mir sehr wichtig gewordenen Menschen, der leider schon vor 5 Jahren nach Hause gegangen ist.
Feiern werden wir trotzdem - meine kleine Familie und die Ersatzgroßeltern meines Sohnes, die auch eine besondere Beziehung zu diesem Menschen hatten.
Und heute - am 09.11.2016 - kommt ein neues Ereignis hinzu: in Amerika kommt ein Mensch an die Macht, der für viele unberechenbar ist und Sorgenfalten entstehen lässt.
Was wird kommen? Wie wird es sich auf die Welt auswirken?
TOLKIN hat das Ganze am Anfang seines Herrn der Ringe gut beschrieben: "Die Welt ist im Wandel..." Vieles passiert, was ich nicht verstehe - in der Türkei, auf der Krim, in Syrien...
Viele haben dort ihre Finger drin. Es scheint, die Welt gehört denen, die erbarmungslos und ohne Skrupel IHREN Weg durchdrücken. Es scheint, dass tolle Versprechen, die gerade in den Kram passen viele Menschen fangen können - ohne dass sie hinterfragt werden...
Vielleicht liegt es daran, dass wir Menschen nach Sicher- und Geborgenheit suchen, nach festen Grenzen, nach Dingen die klar sind und es mir einfach machen... Genau diese Sehnsucht - so scheint mir - treibt uns immer mehr auseinander und macht uns zu Einzelkämpfern...
Wie geht es weiter?
Manchmal habe ich Lust mich hinzustellen und ganz laut zu rufen: Macht doch eure Augen auf! Habt doch Vertrauen zueinander und hört auf, euch gegenseitig Theater vorzuspielen. Redet doch endlich miteinander und ihr werdet merken, wie nah ihr euch seid.
Ich glaube die Barmherzigkeit, die Papst Franziskus uns ans Herz gelegt hat ist so viel wichtiger für diese unsere Welt, als es mir bisher klar war.
Dem anderen barmherzig zu begegnen - ohne Arglist oder Hintergedanken...
Was wird nun werden?
Das, was WIR daraus machen. Mit unserer Art den Anderen zu begegnen. Mit unserer Bereitschaft für die Anderen da zu sein Und auch mit unseren Kreuzchen auf den Wahlzetteln...